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» Dieser Artikel wurde am
14. Mai 2010
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Transatlantic Whirld Tour 2010

Transatlantic Whirld Tour 2010

Was habe ich mich gefreut auf dieses Konzert. Tatsächlich knapp 9 Jahre, nachdem ich Transatlantic in Karlsruhe live sehen durfte, haben sich die Jungs zusammengerauft, ein geniales Konzept-Album rausgebracht (The Whirlwind) und sind damit aktuell auf Tour. Nachdem Jochen sie schon in SF gesehen hat und davon geschwärmt hat, wurde die Vorfreude noch umso größer und mit der Tatsache, dass das Konzert ja quasi um die Ecke in Luxembourg stattfindet, war der Ticketkauf ein Nobrainer.
Für diejenigen, die den Bandnamen noch nie gehört haben: Transatlantic ist eine Progressive-Rock-Supergroup, also eine Band, die aus Mitglieder von anderen Bands aus dem progressiven Bereich zusammengesetzt ist. Als da wären: Roine Stolt von den skandinavischen Flowerkings an der Gitarre, Pete Trawawas von Marillion am Bass, Mike Portnoy von Dream Theater an den Drum s und der Organisator des Ganzen Neal Morse (Ex-Spocks Beard) am Keyboard. Singen tun eigentlich alle, aber die Hauptsänger sind Neal und Roine. Als Gast und Multi-Instrumentalist ist dann auch noch Frontmann Daniel Gildenlöw von den ebenfalls aus Skandinavien kommenden Pain of Salvation mit auf der Bühne.
Das Projekt war eigentlich nach der Tour 2001 gestorben, als Neal Morse aus religiösen Gründen erst Spock’s Beard verliess und dann auch mitteilte, dass er nicht mehr für Transatlantic an den Start geht. “Gott sei Dank” hat er sich da mittlerweile wieder anders entschieden und so kam es letztes Jahr zum Comeback für Transatlantic (TA flies again).
Natürlich wusste ich aus Jochens Berichten und dem Tourtagebuch, was mich erwartet, aber es dann wirklich live zu erleben, ist nochmal ‘ne andere Geschichte.
Mattn und ich waren pünktlich um 20 Uhr an der Rockhal um dann festzustellen, dass noch gar kein Einlass war. Eine relativ große Schlange hatte sich gebildet, aber als dann eingelassen wurde, ging es relativ flott, auch weil die Personenkontrollen relativ lax waren, aber wer von den alten Besuchern sollte denn auch schon aus der Rolle fallen wollen ;)
Los ging es entgegen der Versprechung auf der Karte allerdings erst um 21 Uhr. Und wie: Sie sagten kurz “Hallo” und zogen das komplette neue Album am Stück durch, ganze 78 Minuten. Und sie hatten Spass auf der Bühne, ebenso wie das Publikum. Eigentlich bin ich ja ein glühender Fan von Neal Morse, aber ich glaube, bei diesem Konzert habe ich gefühlte 80% der Zeit auf Mike Portnoy gestarrt und sein Schlagzeugspiel bewundert. Wie lässig der sicherlich nicht einfachen Sachen runterreisst, ist schon beneidenswert. Und immer für ein Späßchen zu haben.
Nach dieser bereits sehr hörenswerten Performance gab es eine Viertelstunde Pause, in der ich dann wie in den guten alten Zeiten mir ein Tour-T-Shirt gekauft habe, welches ausnahmsweise in Orange zu haben war. Und mit dem Wissen, dass ich damit eine geniale Band unterstütze, haben die 30 Euronen auch nicht so geschmerzt.
Nach der Pause ging es dann mit alten Klassikern des ersten und zweiten Albums weiter: “All of the above”, “We all need some light” (Vocals Roine Stolt) vom ersten Album und “Duel with the devil” und schon war eine weitere Stunde mit perfekt zelebrierter Musik wie im Flug vergangen und es hieß Abschied nehmen.
Aber nur kurz, denn aus den Berichten war ja klar, dass es noch weiter geht. Und nach kraftvollen Zugaberufen liessen sich die Herren auch nicht lange bitten und kamen mit “Bridge across forever” (Neal und Roine alleine) und mit “Stranger in your soul” zurück, wobei letzteres fast das Highlight war. Hier wechselte dann (wie ich auch schon wusste) Neal mal kurz an die Drums, Mike dirigierte und Pete ging kurz an Neals Keyboards. Mit dieser 40-Minuten-Zugabe endete dann das Konzert auch, es war ja auch schon deutlich nach Mitternacht und die Müdigkeit paarte sich mit der Aussicht, noch 1h heimfahren und am nächsten Morgen um 6:15 Uhr aufstehen zu müssen.
Hatte ich erwähnt, dass der Sound sogar richtig gut war? Alles in allem eine wirklich runde Sache und ich hoffe, die Jungs brauchen nicht wieder 9 Jahre für ein neues Album und neue Tour…

Hier ein paar Eindrücke vom Konzert auf youtube (aber nicht von mir):
Overture Whirlwind (der Anfang des Konzerts, MP drummt im Stehen!)
A man can feel (relativ nah an der Bühne)
Rose colored glasses (einer der ruhigen Parts des neuen Albums, MP singing)
We all need some light (Roine on vocals)
Bridge across forever (Neal & Roine)
All of the above (Sound leider verzerrt)
Stranger
in your soul pt.1
(Wahnsinn)
Stranger in your soul pt.2
Stranger in your soul pt.3
Instrumententausch

Der Artikel wurde am Freitag, den 14. Mai 2010 geschrieben. Er ist abgelegt unter folgenden Kategorien: Anhören, Anschauen!, Macht Spass. Sie können hier einen Trackback senden Trackback zum Artikel anlegen. Kommentieren Sie den Artikel und lassen Sie sich bei neuen Kommentaren Feed für Kommentare automatisch benachrichtigen.

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Kommentare (3)

1

Mattn

schrieb am 29. August 2010 um 18:09 Uhr:

Ich kann Patric nur zustimmen:
es war ein wirklich hervorragendes Konzert. Die Location hat sehr gut gepasst und die Akustik war sehr gut.
Für mich als großen Mike Portnoi Fan war es ja ohne hin ein Genuß, aber die anderen Bandmitglieder haben mich ebenfalls begeistern können.
Das einzige was man vielleicht negativ bemerken kann, ist das leider nicht ganz voll war. Ich hoffe mal die Jungs machen sich nix draus und kommen recht bald wieder

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