Element of Crime live
Irgendwie haben Leute in meiner Umgebung in letzter Zeit richtig viel Glück (und ich das Glück, die Leute zu kennen). Erst gewinnt ‘ne Freundin die Peter Fox Karten, und letzte Woche ruft mich ein alter Freund und Ex-Mitbewohner an, dass er Karten für das SR1-Unplugged Konzert von Element of Crime gewonnen hat. Bei dem Gewinnspiel hatte ich auch mitgemacht, aber leider nicht gewonnen. Dafür wollte er mich mitnehmen, klar, dass ich da nicht Nein sagen konnte (und danke nochmal, Mattn).
Auf Grund eines Staus auf der Autobahn schaffe ich es gerade noch so, eine Viertelstunde vor Konzertbeginn auf dem Halberg einzutrudeln und just als wir an den Eingang zum Sendesaal kommen, werden die Türen geöffnet. Und Mattn kennt keine Gnade, er ergattert uns bei freier Platzwahl zwei Sitze in der ersten Reihe, coole Sache (ich könnte dem Bassisten jetzt die Stecker aus seiner Monitorbox ziehen
) Hinter uns sitzen weitere geschätzte 200 Leute und warten gespannt auf den Beginn.
Punkt 20 Uhr geht das Konzert los und ich frage mich insgeheim, was das Wörtchen “Unplugged” nochmal bedeutet. Ursprünglich war das doch sicher mal so gedacht, dass man mit nicht-elektrischen Instrumenten musiziert. Hier war es aber eher so gemacht, dass keine Boxentürme die Musik in den Saal pusteten, sondern nur über die Monitorboxen gespielt wurde, was in dem Großen Sendesaal auch völlig ausreichend war und eine angenehme Lautstärke produzierte. Also normale Instrumentierung (E-Gitarren, E-Bass, Drums, elektrisch verstärkte Geige und natürlich die Trompete von Sven Regener).
Ich glaube, Element of Crime ist die Band, die ich mit am häufigsten live gesehen habe und ich höre die Band auch schon seit den Tagen, als sie noch ausschließlich Englisch gesungen haben. Das ist aber lange vorbei, ihre größten Erfolge haben sie mit rein deutschen Alben gefeiert und haben seitdem an diesem Konzept festgehalten. So gesehen überraschte mich das Auftreten der mittlerweile doch schon sichtlich älter gewordenen Mannen nicht in ihren “Strassenklamotten”. Da wird sich nicht für ein Konzert aufgebretzelt, sondern die Musik, die Texte und die entspannte Stimmung stehen im Vordergrund.
Im Gepäck haben die Berliner ein brandneues Album, das erst seit 2 Tagen auf dem Markt ist und das ich mir natürlich gerade anhören muss (“Immer da wo du bist bin ich nicht“). Ein typisches Album, das sie bei dem Konzert (wenn ich mich gerade recht entsinne) komplett gespielt haben und das wieder die ganze Facette der Regener-Poesie zeigt.
Dafür wurde an alten Liedern gespart: “Draußem hinterm Fenster”, “Delmenhorst”, “Jetzt musst Du springen”, “Bring den Vorschlaghammer mit”, “Straßenbahn des Todes” und “Mittelpunkt der Welt” waren von alten Alben zu hören (und leider nichts von “Damals hinterm Mond”, aber ist ja auch schon lange her).
Die 90 Minuten vergingen wie im Fluge, es war ein herrlich unaufgeregtes Konzert mit den bekannten launischen Ansagen von Sven Regener, ein rundum gelungener Abend. Wer Ausschnitte aus dem Konzert hören will, sollte am 27.09.2009 ab 20 Uhr SR1 hören.
Bilder des Abends findet man hier.





Kommentare (4)
1
Triangel
schrieb am 22. September 2009 um 07:44 Uhr:
Wow – dafür könnte ich dich glatt schon wieder beneiden.
Sowas geht immer an mir vorbei. Aber man hätte ja auch erst mal gewinnen müssen …
2
ZardoZ
schrieb am 22. September 2009 um 09:28 Uhr:
Witzig. Auf Bild 4 und Bild 19 der Fotostrecke kann man Mattn und Patric in der ersten Reihe bewundern.
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