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» Dieser Artikel wurde am
30. August 2009
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3 Kommentare «

Peter Fox live

Peter Fox kam nach Losheim letzten Freitag. Eine Freundin von mir hatte sich eine Karte gekauft und mich auch gefragt, aber sooo viel Interesse (36 EUR) hatte ich dann doch nicht. Ich hatte dann im Live-Magazin gesehen, dass man Karten für das Open Air gewinnen kann und die besagte Freundin meinte, sie hätte da schonmal gewonnen und hat einfach mal nochmal mitgemacht. Und was soll ich sagen: Sie hat wieder gewonnen und hat mich damit einladen können. Das habe ich natürlich angenommen und so sind wir dann zu zweit mit drei Karten bewaffnet nach Losheim gefahren.
Die erste Überraschung dann gleich an der Autobahnausfahrt Merzig: Stau. Ok, es war natürlich Berufsverkehr, aber es könnte natürlich auch ein wenig am Konzert gelegen haben. Zum Glück war meine Begleitung sehr ortskundig und so konnten wir die Staus umfahren. Wir haben dann an der gegenüberliegenden Seite des Stausees wild geparkt und hatten nach 20 Minuten Wanderung die Location erreicht.
Jetzt noch schnell die gewonnenen Karten abgeholt, die übriggebliebene Karte an jemand Glücklichen für 30 EUR verscheuert und hinein gings.
Ich war schon lange nicht mehr auf einem Open Air-Konzert, dachte aber, dass man PET-Flaschen mitreinnehmen dürfte…war aber nix, keinerlei Flaschen erlaubt. So stapelte sich am Eingang eine beträchtliche Menge Pfandgeld, das dann auch von den üblichen Verdächtigen mit Müllsäcken zügig abtransportiert wurde. Meine beiden Flaschen landeten nach Expressleerung auch dabei.
Ich glaube, ich war so Anfang der 90er Jahre das letzte Mal auf einem Konzert im Strandbad, aber da war deutlich weniger los (damals spielten Fury, Jeremy Days und noch ein paar andere). Diesmal war es ziemlich voll. Einlass war bereits um 17 Uhr, wir sind aber erst gegen 19 Uhr reingegangen.
Und selbst da haben wir noch auf die erste Vorgruppe warten müssen. Die hiessen Balthasar (oder so), kamen aus Belgien(so haben wir es jedenfalls verstanden), waren wohl zu spät angekommen und sollten nur 3 Lieder spielen. Die Jungs (Drums, Bass, Gitarre) waren eigentlich gar nicht so schlecht, wurden dann aber nach dem zweiten Lied recht unsanft von den Roadies von der Bühne geholt, die Platz für den zweiten Act, Miss Platnum, aus dem gleichen Stall wie Peter Fox. Witzigerweise habe ich diese Band schon als Vorpruppe der Fanta 4 in Trier gesehen. Damals fand ich das nicht so toll, jetzt beim zweiten Mal war es ganz gut (ich habe sogar Lieder wiedererkannt). Die Musik von Miss Platnum ist schwer zu beschreiben: Schlagzeuger und Percussionist, Bassist und eine dreiköpfige Bläsersektion schaffen ein recht ungewöhnliches, aber immer absolut tanzbares Klangbild, Miss Platnum singt und tanzt, begleitet von 2 Background-Sängerinnen/Tänzerinnen, die eigentlich auch im Foreground stehen. Und bei der ganzen Chose kommen auch ein wenig folkloristische Einlagen aus dem Mutterland der Sängerin (Rumänien) dazu. Das Publikum fand es nicht schlecht, aber auch nicht so toll (mein Eindruck).
Danach kam dann um fast Punkt 21 Uhr der Meister mit seinen 16(!) Schergen auf die Bühne. Und die Masse war gleich begeistert und ein ekstatisch groovender Haufen. Fast alle Titel von Stadtaffe, natürlich alle Hits, ein wenig von Seeed, und eine Coverversion von Come with me (wenn ich das richtig im Kopf habe). Der Sound war gut, die Show war gut (hauptsächlich die Trommler von Cold Steel), Peter hatte die Massen im Griff bei den wenigen Ansagen und Klatsch-/Mitsingspielchen.
Doch enttäuschend fand ich, dass der Spuk dann schon nach 90 Minuten (inklusive Zugaben) beendet war. Ok, er hat bis jetzt nur ein Album herausgebracht und dann ist es naturgemäß schwierig, ein Konzert zu füllen, aber man kann doch ein wenig mehr improvisieren und noch die ein oder anderen Coversong einflechten. Von mir aus auch den größten Hit einfach nochmal als Zugabe spielen, das hätte sicherlich niemanden gestört. Doch auch hier waren die Roadies unerbittlich und bauten direkt nach dem “Tschüss” der Band das Equipment ab.
Nicht falsch verstehen, das Konzert war gut, ich fühlte mich prächtig unterhalten, aber es war einfach zu technisch perfekt und durchgetimed. Und eben zu kurz.
Noch was ist mir aufgefallen, konnte es aber mangels guter Kamera nicht festhalten: Als Peter Fox auf die Bühne kam, hat bestimmt jeder zweite sein Handy hoch gehalten und fotografiert, sah irgendwie seltsam aus…

Die üblichen Handyvideos bei Youtube:
Alles neu inklusive Fanmotivation
Haus am See

Der Artikel wurde am Sonntag, den 30. August 2009 geschrieben. Er ist abgelegt unter folgenden Kategorien: Anhören, Anschauen!, Macht Spass. Sie können hier einen Trackback senden Trackback zum Artikel anlegen. Kommentieren Sie den Artikel und lassen Sie sich bei neuen Kommentaren Feed für Kommentare automatisch benachrichtigen.

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Kommentare (4)

1

Triangel

schrieb am 31. August 2009 um 12:07 Uhr:

Wie geil … da wär ich auch gern hingegangen :-)
Jetzt weiß ich auch, warum die Merziger Autobahnabfahrt soooooo voll war :-)

2

Patric

schrieb am 31. August 2009 um 13:15 Uhr:

Könnte mir vorstellen, dass es am Samstag bei den Hosen noch voller war…



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